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	<title>krise &#8211; Der Lebensberater</title>
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	<description>Coaching- und Sparring für Männer </description>
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		<title>Die Männlichkeitskrise? Ein Trugschluss.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Sudahl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 12:34:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Männlichkeitskrise? Ein Trugschluss. Jungen wollen tiefe Freundschaften. Sie wollen über Gefühle reden. Und sie lernen schnell, dass sie das nicht dürfen. Was das mit uns allen macht und was wir dagegen tun können. Wenn der Begriff „Männlichkeitskrise“ fällt, nicken viele. Klar, denken wir: Die alten Rollenbilder bröckeln, Männer finden sich in einer Welt, die [&#8230;]</p>
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<h2>Die Männlichkeitskrise? Ein Trugschluss.</h2>
<p><em>Jungen wollen tiefe Freundschaften. Sie wollen über Gefühle reden. Und sie lernen schnell, dass sie das nicht dürfen. Was das mit uns allen macht und was wir dagegen tun können.</em></p>
<p>Wenn der Begriff „Männlichkeitskrise“ fällt, nicken viele. Klar, denken wir: Die alten Rollenbilder bröckeln, Männer finden sich in einer Welt, die ihre Stärken nicht mehr braucht. Doch eine Entwicklungspsychologinnen sagt: Diese Diagnose ist falsch.</p>
<p>Niobe Way, Professorin an der New York University, befragt Jungen und Jugendliche seit fast vier Jahrzehnten zu ihren Freundschaften. Was sie dabei herausgefunden hat, ist so simpel wie erschütternd: Jungen wollen genau das, was man ihnen verboten hat.</p>
<h2><strong>Was 12-Jährige wissen – und 17-Jährige verlernen</strong></h2>
<p>Way hat in ihren Studien etwas Bemerkenswertes beobachtet: Die Sprache von 12- bis 15-jährigen Jungen ist emotional, tief, verletzlich. Sie sprechen über ihre besten Freunde mit einer Intensität, die uns überrascht – oder erschreckt. „Ich liebe ihn so sehr, ich kann nicht ohne ihn leben“, sagte ein Junge über seinen besten Freund. Diese Jungen wissen instinktiv, was Forschende erst mit jahrelanger Arbeit belegen mussten: Enge Freundschaft hält psychisch gesund.</p>
<p>Doch etwas passiert um das 16. Lebensjahr. Die Sprache verändert sich. Aus Liebe und Sehnsucht werden Frustration, Gleichgültigkeit und Verschlossenheit. Fragt man diese älteren Jungen nach Freundschaft, kommt: „Alles gut.“ „Ich habs im Griff.“ Oder die entlarvende Gegenfrage: „Fragst du mich gerade, ob ich schwul bin?“</p>
<p>Was ist passiert? Der kulturelle Druck, sich „wie ein Mann zu verhalten“, hat gewirkt. Genau die Offenheit und Verletzlichkeit, auf der tiefe Freundschaft beruht, wird nun unterdrückt. Die Jungen haben gelernt: Gefühle zeigen ist weibisch, unreif, verdächtig.</p>
<h2><strong>Keine Männlichkeitskrise – eine Verbindungskrise</strong></h2>
<p>Way schlägt eine andere Bezeichnung vor: Verbindungskrise. Und sie hat recht damit, denn die Benennung bestimmt die Lösung. Wer eine Männlichkeitskrise diagnostiziert, kommt auf Antworten wie: mehr traditionelle Männlichkeit wagen, mehr männliche Vorbilder, Stärke rehabilitieren.</p>
<p>Way hält das für grundlegend falsch – und für ein Symptom des Problems: Wir hören nicht zu, was Jungen selbst sagen. Wenn junge Männer von Studienabbruch, Orientierungslosigkeit und Zukunftsangst berichten, dann nicht, weil der Feminismus zu mächtig ist. Sondern weil eine Kultur, die akademische Leistung als „weiblich“ und Fürsorgeberufe als minderwertig markiert, für viele Männer keine attraktive Zukunft mehr zeichnet.</p>
<h2><strong>Was das für uns als Erwachsene bedeutet</strong></h2>
<p>Ich arbeite täglich mit Menschen, die lernen möchten, sich selbst besser zu verstehen. Und ich beobachte genau das, was Way beschreibt: Männer, die enormen emotionalen Hunger mitbringen, aber kaum Worte dafür haben. Die tief im Inneren Verbindung suchen und gleichzeitig gelernt haben, dieses Bedürfnis zu verstecken.</p>
<p>Ways Botschaft ist dabei keine Klage, sondern ein Auftrag. Sie sagt: Wir wurden alle mit der Fähigkeit zur Fürsorge geboren. Die Lösung ist nicht utopisch. Sie ist nah. Wir müssen das nähren, was 4- und 5-Jährige von Natur aus tun:</p>
<blockquote><p>Einander mit Neugier und Staunen begegnen, anstatt mit Urteilen.</p></blockquote>
<p>Für Eltern formuliert Way eine einfache Umkehrung: Nicht fragen „Was kann ich meinem Kind beibringen?“ – sondern: „Was kann ich von meinem Kind lernen?“ Wer Kinder und Jugendliche fragt, wie sie die Welt sehen, erlebt eine Verschiebung. Und das Zuhören verändert alles.</p>
<h2><strong>Mehr Vorbilder – aber nicht so, wie ihr denkt</strong></h2>
<p>Häufig lautet die politische Forderung: Jungen brauchen mehr männliche Lehrer, mehr männliche Vorbilder. Way stimmt zu – mit einem entscheidenden Vorbehalt. Nicht weil Jungen mehr Männer brauchen. Wir brauchen mehr Menschen, die alle Seiten des Menschseins zeigen. Männer, Frauen, nicht-binäre Personen gleichermaßen – die zeigen, dass man sensibel und stark sein kann, fürsorglich und leistungsfähig, verletzlich und verlässlich.</p>
<p>Wenn wir nur auf „mehr Männer“ setzen, ohne die Kultur zu ändern, in der diese Männer sozialisiert wurden, riskieren wir, mehr von dem zu bekommen, was schon nicht funktioniert: Menschen, die glauben, rücksichtslos sein zu müssen, um ernst genommen zu werden.</p>
<h2><strong>Was bleibt</strong></h2>
<p>Das Unbehagen, das viele Männer heute spüren, ist real. Die Einsamkeit, die Orientierungslosigkeit, der Rückzug – all das ist messbar und ernst zu nehmen. Doch der Fehler liegt darin, dieses Unbehagen als Beweis für eine Krise der Männlichkeit zu lesen. Es ist der Beweis für eine Krise der Verbindung. Und Verbindung ist keine weibliche Erfindung – sie ist die Grundlage jeden gesunden menschlichen Lebens.</p>
<p><strong>Hast du Fragen zur Männerarbeit und Persönlichkeitsentwicklung, dann <a href="https://www.der-lebensberater.net/kontaktieren-sie-uns/">kontaktiere</a> uns. </strong></p>
<p><em>(Dieser Beitrag basiert auf einem Interview mit Entwicklungspsychologin Niobe Way, erschienen im April 2026 in der Republik.)</em></p>
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