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	<title>Mut &#8211; Der Lebensberater</title>
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	<description>Coaching- und Sparring für Männer </description>
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		<title>Männliches Selbstverständnis und Therapie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Sudahl]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jan 2018 17:41:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abwehr]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Umdenken erforderlich: Hilfe annehmen ist Stärke &#8222;Therapie? Brauch´ ich nicht.&#8220; Von Männern hört man diesen Satz häufiger als von Frauen. Das behaupten zumindest psychologische Experten immer wieder. Aktuell greift die Januar-Ausgabe von Psychologie heute das Thema auf: Dem männlichen Geschlecht falle es nach wie vor schwer, mentale Probleme zuzugeben und Hilfe anzunehmen. Männer sterben lieber, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Umdenken erforderlich: Hilfe annehmen ist Stärke</h3>
<p>&#8222;Therapie? Brauch´ ich nicht.&#8220; Von Männern hört man diesen Satz häufiger als von Frauen. Das behaupten zumindest psychologische Experten immer wieder. Aktuell greift die Januar-Ausgabe von <a href="http://www.psychologie-heute.de/archiv/detailansicht/news/ich_brauche_eigentlich_keine_therapie/" target="_blank" rel="noopener">Psychologie heute </a>das Thema auf: Dem männlichen Geschlecht falle es nach wie vor schwer, <strong>mentale Probleme</strong> zuzugeben und Hilfe anzunehmen.</p>
<figure id="attachment_824" aria-describedby="caption-attachment-824" style="width: 984px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-824 size-full" src="https://www.der-lebensberater.net/wp-content/uploads/2018/01/Psy-heute-1.jpg" alt="" width="984" height="612" srcset="https://www.der-lebensberater.net/wp-content/uploads/2018/01/Psy-heute-1.jpg 984w, https://www.der-lebensberater.net/wp-content/uploads/2018/01/Psy-heute-1-300x187.jpg 300w, https://www.der-lebensberater.net/wp-content/uploads/2018/01/Psy-heute-1-768x478.jpg 768w" sizes="(max-width: 984px) 100vw, 984px" /><figcaption id="caption-attachment-824" class="wp-caption-text">Emotionale Belastungen machen viele Männer mit sich selbst aus. (Foto: Unsplash /Tom Pumford)</figcaption></figure>
<p><strong>Männer sterben lieber, als bei seelischem Leid um Hilfe zu bitten.</strong> Die männliche<strong> Suizidrate</strong> ist dreimal höher als die von Frauen. Dabei wird Frauen doppelt so oft eine Depression diagnostiziert, welche häufig Grund bei Selbstmorden ist. Erschütternd war 2009 der Fall von <strong>Robert Enke.</strong> Mit 32 Jahren setzte der Nationaltorwart seinem Leben an einem Bahnübergang ein Ende. Seine <strong>&#8222;Lösung&#8220; für die Depression</strong>, die ihn jahrelang einsam quälte.</p>
<h3>Abwehr sehen und verstehen</h3>
<p><strong>Männliche Ablehnung</strong> gegenüber <strong>psychotherapeutischen Angeboten</strong> ist ein Problem. Ich kenne sie selbst. Aus der Praxis als Lebensberater und meiner eigenen Biografie. Der <strong>Widerstand</strong>, der am Anfang steht, ist enorm. Zugeben, dass man Probleme hat und Hilfe braucht; das passt nicht ins <strong>männliche Selbstverständnis.</strong> Hat <strong>der eigene Vater</strong> je über seine Probleme geredet? Hart gearbeitet hat er und sich nicht beschwert. Geschwiegen, das hat er. Ausgerastet ist er –manchmal aus heiterem Himmel. <a href="http://www.zeit.de/2017/42/familie-maenner-opa-vater" target="_blank" rel="noopener">Das haben viele Söhne erlebt</a> und erliegen daher dem Irrglauben, es sei als Mann ein <strong>Zeichen von Schwäche</strong>, seelisches Leid einzugestehen.</p>
<blockquote><p>Viele reden nicht einmal mit dem engsten Freund über seelische und emotionale Beastungen.</p></blockquote>
<p>Ein Großteil spricht nicht mal mit dem engsten Freund über Ängste oder Probleme mit der Partnerin und im Job. Wie soll dann der Schritt gelingen, um professionelle Hilfe zu bitten, wenn es wirklich brennt?</p>
<h3>Vorurteil: Therapie ist &#8222;Frauending&#8220;</h3>
<p>Dass Psychotherapie bisher eine <strong>weibliche Domäne</strong> ist, macht es für Männer nicht einfacher, ihre Vorbehalte abzubauen. Zahlen belegen, dass drei Viertel aller Therapeuten weiblich sind und nur ein drittel der Patienten männlich, so der Artikel. Das könnte zu dem <strong>irrigen Schluss</strong> führen, <strong>Männer hätten weniger Probleme.</strong> Oder Frauen seien besser geeignet für Therapie. Beides falsch. Mir scheint, als versteckt sich männliches Leid nur geschickter als weibliches.</p>
<blockquote><p>Männer haben sozialisationsbedingte Abwehrstrategien entwickelt, die es erschweren, Ängste und Depressionen zu erkennen</p></blockquote>
<p>Männer haben <strong>sozialisationsbedingte Abwehrstrategien</strong> entwickelt, die es erschweren, Ängste und Depressionen zu erkennen. Teilweise wird männliche Abwehr sogar &#8222;belohnt&#8220;. So kann <strong>übertriebene Arbeitswut</strong> großen wirtschaftlichen Erfolg und soziale Anerkennung bringen. Doch in meiner Praxis kauern sie dann: Männer die im Beruf ganz oben stehen und gleichzeitig eine innere Leere fühlen, für die sie keine Worte haben. Vor der sie bisher geflohen sind – in noch mehr Arbeit und Erfolg. Sie steht sicher, die männliche Abwehr. <strong>Bagatellisieren, ablenken, rationalisieren.</strong> Man hat alles im Griff, so schlimm ist es doch nicht – bis man dann plötzlich den Boden unter den Füssen verliert und vielleicht keinen Ausweg mehr sieht. Aber Therapie? Brauch ich nicht! Ist ja eh´ so ein Frauending.</p>
<h3>Lösung: Männerspezifische Therapie-Angebote</h3>
<p>Aus diesen Gründen ist es wichtig, Therapieangebote zu schaffen, die <strong>männliche Eigenheiten und Bedürfnisse berücksichtigen</strong>. Zu diesem Schluss kommt auch der Artikel. Es ist notwendig, männliche Klienten an einem anderen Punkt abzuholen, als weibliche.</p>
<blockquote><p>Zum Abbau der Erstabwehr kann ein männlicher Therapeut besser geeignet sein, als ein weiblicher.</p></blockquote>
<p>Zum <strong>Abbau der Erstabwehr</strong> kann ein <strong>männlicher Therapeut</strong> besser geeignet sein, als ein weiblicher. Niederschwellige Angebote wie unsere <a href="https://www.der-lebensberater.net/portfolio/i-group/" target="_blank" rel="noopener">Schorndorfer Männergruppe</a> helfen, Vorbehalte abzubauen. Ich erlebe bei den monatlichen Treffen immer wieder, wie kraftvoll und stark es ist, wenn Männer beginnen, sich zu öffnen. Schwächen und Probleme eingestehen und von ihren Geschlechtsgenossen gespiegelt bekommen: <strong>&#8222;Du bist nicht alleine mit deinen Ängsten und Sorgen&#8220;.</strong> Diese Erkenntnis führt schon mal zu Tränen und dazu dass gestandene Geschäftsmänner sich tröstend in den Armen liegen.</p>
<p>Am Ende stellen sie fest, es ist <strong>kein Zeichen von Schwäche</strong>, sich zu öffnen und um Hilfe zu bitten –<strong> sondern von Mut</strong>. Einige finden anschließend den Weg in meine Einzelsitzungen. Im Nachhinein wundern sie sich nur, warum sie so lange gewartet haben, Hilfe in Anspruch zu nehmen.</p>
<p>Wenn du nicht mehr warten willst, dann schau unverbindlich in unserer Männergruppe vorbei oder melde dich für ein Erstgespräch mit uns.</p>
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		<title>Was uns Harvey Weinstein über unsere Muster lehrt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Oct 2017 19:20:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[#metoo]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mutig dem Schatten begegnen Hollywood-Produzent Harvey Weinstein hat mit den Vorwürfen sexueller Belästigung gegen ihn, eine Lawine der Coming-outs ausgelöst: Seit Wochen outen sich Frauen – und längst nicht mehr nur US-Schauspielerinnen &#8211; unter dem Hashtag #metoo, dass auch ihre Abhängigkeitssituation missbraucht wurde, um begrapscht, anzüglich belästigt oder vergewaltigt zu werden. Auch aus dem Umfeld [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3>Mutig dem Schatten begegnen</h3>
<p>Hollywood-Produzent Harvey Weinstein hat mit den Vorwürfen sexueller Belästigung gegen ihn, eine Lawine der Coming-outs ausgelöst: Seit Wochen outen sich Frauen – und längst nicht mehr nur US-Schauspielerinnen &#8211; unter dem Hashtag #metoo, dass auch ihre Abhängigkeitssituation missbraucht wurde, um begrapscht, anzüglich belästigt oder vergewaltigt zu werden. Auch aus dem Umfeld des EU-Parlaments, der Spitzengastronomie oder der Medien werden Fälle angezeigt.</p>
<p>Ein <strong>gigantischer Pfuhl männlicher Abgründe</strong> scheint sich aufzutun. Dabei ist das Phänomen Jahrzehnte alt und aus nahezu allen Branchen bekannt, auch aus Banken oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Empörung überall. Doch es ist gut, dass diese Eiterbeule endlich platzt und etwas ans Licht kommt, was lange im Schatten lag. Denn hier können Männer UND Frauen &#8222;Awareness&#8220; lernen.</p>
<p>Weinsteins Handeln ist nicht zu verteidigen, doch wir sollten vorsichtig sein mit Urteilen über den Menschen hinter diesem Verhalten. Ich glaube nicht, dass auch nur ein Mann als aggressives Sex-Monster auf diese Welt gekommen ist. Sowie ich nicht glauben kann, dass auch nur eine einzige Frau als Opfer das Licht der Welt erblickt hat. Und trotzdem, aus meiner Arbeit als Männercoach und aus meiner Lebenserfahrung weiß ich:</p>
<blockquote><p>Ein ungeklärter Mann, der in seinem Leben genügend Deformation erfahren hat, ist in der Lage in seinem Umfeld sehr viel Unheil anzurichten.</p></blockquote>
<p>Das muss nicht einmal so offensichtlich sein wie im Fall Weinstein. Doch Schatten, der nicht ausgeleuchtet wird, potenziert sich.</p>
<p>Als Coach ermutige ich besonders Männer, ihre Deformationen anzuschauen und zu klären. Ein Mann, der das Weibliche unbewußt oder bewußt als schwach abwertet, neigt potentiell dazu, auch Frauen abzuwerten. <strong>Männer, die Frauen sexuell ausbeuten, haben in der Regel Angst vor ihnen.</strong> Und während der eine bei Angst in die Depression geht und heimlich Pornos schaut, geht der andere mit all seiner Kriegerenergie in den Angriff. Aus dieser Angst heraus zerstören Männer das Weibliche – auch in sich. Machen sich kalt und gefühllos. Das ist nur eine schemenhafte Skizze, um Unbedarften einen Eindruck von den Mustern zu geben, die uns (fremd) steuern. Jede Biographie liegt anders.</p>
<p>Hingegen wird ein Mann, der seine<strong> Schattenanteile in Bezug auf das Weibliche</strong> geklärt und integriert hat, es in sich und im Gegenüber ehren. C.G. Jung hat die inneren männlichen und weiblichen Anteile mit <i>Animus</i> und <i>Anima</i> bezeichnet. Diese Archetypen wirken in jedem von uns. Wir alle sind durch den Fall Weinstein aufgefordert, diesen inneren Anteilen zu begegnen und gegebenenfalls wieder in Balance bringen. Für Frauen kann das beispielsweise bedeuten, ihren <i>Animus </i>anzuschauen und ihren inneren Krieger zu entwickeln, ohne dabei Weiblichkeit als schwach abzuwerten. Also viel zu tun.</p>
<h3>Veränderung ist möglich</h3>
<p>Doch Veränderung ist möglich, das belegen unzählige Biographien von Männern und Frauen, die in ihren eigenen Abgrund geschaut und bedingungslos an sich gearbeitet haben. Das ist die gute Nachricht.</p>
<p>In unserer Igroup, die wir einmal monatlich in Schorndorf anbieten oder im Einzelcoaching bieten wir jedem Mann die Möglichkeit, therapeutisch an sich zu arbeiten. So an sein Unbewußtes zu kommen und dort fehlgeleitete Codierungen neu zu chiffrieren. In seinen Frieden, seine Awareness und Resilienz kommen kann jeder. Doch dazu braucht es eher Mut als Empörung.</p>
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