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	<title>Täter &#8211; Der Lebensberater</title>
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		<title>Manosphere: Sind alle Männer Schweine?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Sudahl]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 11:38:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Manosphere: Sind alle Männer Schweine? Ein Klient sitzt mir gegenüber. 44 Jahre alt, Ingenieur, zwei Kinder. Er sagt: „Meine Ex hat mir am Ende gesagt, alle Männer sind Schweine. Ich hab dann lange darüber nachgedacht. Vielleicht hat sie recht.“ Ich frage: „Hat sie recht?&#8220; Er denkt nach. Lange. Dann: „Ich weiß es nicht.“ Der Satz, der gerade [&#8230;]</p>
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<h2>Manosphere: Sind alle Männer Schweine?</h2>
<p>Ein Klient sitzt mir gegenüber. 44 Jahre alt, Ingenieur, zwei Kinder. Er sagt: „Meine Ex hat mir am Ende gesagt, alle Männer sind Schweine. Ich hab dann lange darüber nachgedacht. Vielleicht hat sie recht.“ Ich frage: „Hat sie recht?&#8220; Er denkt nach. Lange. Dann: „Ich weiß es nicht.“</p>
<h2><strong>Der Satz, der gerade überall steht</strong></h2>
<p>Gisèle Pelicot hat im vergangenen Jahr vor einem französischen Gericht einen Satz gesagt, der durch ganz Europa gegangen ist: <em>„Die Scham muss die Seite wechseln.&#8220;</em></p>
<p>Ihr Mann hatte sie über Jahre betäubt, missbraucht, und Dutzende Männer eingeladen, dasselbe zu tun. Sie hat sich entschieden, den Prozess öffentlich zu führen. Nicht aus Rache. Sondern damit das Schweigen aufhört. Ich habe diesen Satz gelesen und lange über ihn nachgedacht. Er stimmt. Vollständig. Ohne Einschränkung.</p>
<p>Bei sexuellen Übergriffen gegen Frauen sind die Täter zu 98,2 Prozent männlich — das zeigt eine große Dunkelfeldstudie im Auftrag der Bundesregierung, veröffentlicht Anfang 2026. Fast jede sechste Person erlebt körperliche Gewalt in der Partnerschaft — und 19 von 20 Taten werden nicht angezeigt.</p>
<p>Das sind keine abstrakten Zahlen. Das sind Frauen, die ich kenne. Frauen, die Männer kennen, die ich kenne. Die Scham gehört zu den Tätern. Nicht zu den Opfern. Das ist nicht verhandelbar. Und gleichzeitig — hier fängt meine eigentliche Arbeit an.</p>
<h2><strong>Was die Manosphäre wirklich verkauft</strong></h2>
<p>Gerade erreichen Influencer der sogenannten <strong>Manosphere </strong>täglich Millionen junger Männer. Auf TikTok, YouTube, Instagram. Im Fokus steht, wie diese Akteure Krisen wie Einsamkeit, Zukunftsängste und den Druck zur Selbstoptimierung gezielt ausnutzen.</p>
<p>Die Botschaft ist simpel: Die Welt ist gegen euch. Frauen sind der Feind. Stärke ist alles. Gefühle sind Schwäche. Ich verstehe, warum das zieht. Nicht weil es stimmt. Sondern weil es auf eine echte Leere trifft.</p>
<p>Wenn Männer nicht einbezogen werden — oder wenn man sie nur anspricht, um ihnen zu sagen, was sie nicht tun und wie sie nicht sein sollen — entsteht ein leerer Raum. Ein Raum voller unbeantworteter Fragen zu Identität, Sinn und dem eigenen Platz in der Welt. Genau diesen Raum füllt die Manosphäre nur allzu gern.</p>
<p>Das ist das eigentliche Problem. Nicht zu viel Männlichkeit. Sondern zu wenig Auseinandersetzung damit, was Männlichkeit heute bedeuten kann.</p>
<h2><strong>Die Frage, die sich keiner stellt</strong></h2>
<p>In meiner Praxis sitze ich Männern gegenüber, die fremdgegangen sind. Die ihre Partnerin angeschrien haben. Die sexuelle Grenzen überschritten haben — manche bewusst, manche in einer Art Benommenheit, die sie selbst erschreckt.</p>
<p>Sind das Schweine? Das ist die falsche Frage. Die richtigen Fragen lauten: Was hat diesen Mann dahin gebracht? Was hat er nie gelernt? Was traut er sich nicht zu sehen? Was sind seine Schatten?</p>
<p>Das macht das Verhalten nicht gut. Das entschuldigt nichts. Aber es ist der einzige Weg, aus dem Muster herauszukommen.</p>
<p>Scham als Dauerzustand verändert nichts. Scham lähmt. Es kann nicht sein, dass aus Scham und Sorge Opfer weiter schweigen — aber wenn die einzige Konsequenz Stille ist, dann wird die Last nur an die Opfer weitergegeben.</p>
<p>Was ich hinzufüge: Dasselbe gilt für Täter. Wer nie in echten Kontakt mit dem kommt, was er getan hat — wer nicht begreift, nicht fühlt, nicht konfrontiert wird — der ändert sich nicht. Er versteckt sich nur besser.</p>
<h2><strong>Das Tabu auf der anderen Seite</strong></h2>
<p>Fast kein Mann traut sich, dem Pauschalurteil zu widersprechen. Weil Widerspruch sofort verdächtig wirkt. Als wolle man Täter schützen. Als sei man selbst einer.</p>
<p>Ich arbeite als Männer-Coach. Ich muss widersprechen — gerade, weil mir die Realität sexueller Gewalt ernst ist. „Alle Männer sind Schweine“ ist kein Beitrag zur Lösung. Es ist ein Abschluss. Eine Tür, die zugeknallt wird.</p>
<p>Ich kenne Männer, die nach diesem Satz aufgehört haben, sich zu fragen. Die sagen: Wenn ich eh schon ein Schwein bin — wozu dann noch die Arbeit? Die sich in der Manosphäre wiederfinden, nicht weil sie Frauen hassen, sondern weil dort endlich jemand zu ihnen spricht. Auch wenn das Gesprochene Gift ist.</p>
<p>Das ist kein Argument gegen Gisèle Pelicot. Es ist ein Argument dafür, den Satz zu Ende zu denken. Die Scham muss die Seite wechseln — zu den Tätern. Und die Frage muss folgen: Wie werden aus Jungen keine Täter?</p>
<h2><strong>Was ich in meiner Arbeit erlebe</strong></h2>
<p>Männer kommen in meine Männergruppen, die noch nie mit jemandem über ihre eigene Sexualität gesprochen haben. Über Druck. Über Momente, in denen sie etwas getan haben, das sich im Nachhinein falsch anfühlte — und über das sie seither schweigen.</p>
<p>Ich kenne einen Mann, der mir nach unserem dritten Gespräch sagte: „Das ist das erste Mal, dass ich das laut gesagt habe.“ Er meinte: dass er sich an einem Abend verhalten hat wie jemand, der er nicht sein will.</p>
<p>Das war kein Geständnis im juristischen Sinn. Es war der Beginn von etwas.</p>
<p>Männer, die sich begegnen — die hinschauen, was sie getan haben und warum — werden keine besseren Väter, Partner, Freunde aus Pflichtgefühl. Sie werden es, weil sie sich selbst nicht mehr ertragen, wer sie waren.</p>
<p>Das ist langsame Arbeit. Unsichtbare Arbeit. Keine Algorithmen. Kein TikTok-Format.</p>
<h2><strong>Was ich Klienten sage</strong></h2>
<p>Ich sage ihnen: Ihr seid nicht das Problem. Ich sage ihnen aber auch: Ihr seid ein Teil des Problems, solange ihr nicht hinschaut.</p>
<p>Der Unterschied zwischen einem Mann, der Schaden anrichtet, und einem Mann, der wächst, ist nicht Charakter. Es ist Bereitschaft. Die Bereitschaft, sich zu fragen: Was tue ich eigentlich? Warum? Was hat das mit mir gemacht — und was habe ich damit anderen angetan?</p>
<p>Das ist keine Selbstgeißelung. Das ist Würde.</p>
<p>Mein Klient vom Anfang — der mit der Frage, ob er ein Schwein ist — hat am Ende unserer Arbeit etwas gesagt, dass ich nicht vergesse: „Ich war manchmal einer. Aber ich wusste damals nicht, was ich nicht wusste.&#8220; Damit fängt es an.</p>
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